
Wenngleich sie die kleinste der drei großen Stralsunder Kirchen ist, so hat St. Jakobi doch eine nicht minder bewegte Geschichte als ihre zwei großen Geschwister. Namensgeber für die heutige Kulturkirche ist der Heilige Jakobus der Ältere, Schutzpatron der Pilger und einer der zwölf Apostel Christi. Er gehörte zu den engsten Vertrauten Jesu Christi. Es heißt, er wäre ein hervorragender Prediger gewesen, weshalb er als der erste Apostel gilt, der den Märtyrertod starb. Es wird angenommen, dass er in der Gegend des heutigen Spaniens missionierte. Santiago de Compostela, wo sich die vermutete Grabstätte Jakobus‘ befindet, ist auch heute noch ein beliebter Pilger- und Wallfahrtsort. Die Jakobsmuschel dient hierbei als Symbol für den Heiligen Jakobus und die Pilgerfahrten.
Erstmals schriftlich erwähnt wurde die Kirche im Jahre 1303. Sie feierte somit im Jahre 2003 ihr 700-jähriges Jubiläum. Ihre grundlegende bauliche Entstehung muss etwa achtzig Jahre gedauert haben, während bereits 1321 nachweislich der kirchliche Dienst aufgenommen wurde. Im Laufe des 15. Jahrhunderts wurden weitere Kapellen errichtet und der Turm umgebaut. Unwetter und Kriege zerstörten seit dem 16. Jahrhundert beständig kleinere und größere Teile der St. Jakobi-Kirche, sodass über die Jahrhunderte immer wieder Ausbesserungen und Reparaturen vonnöten waren.
Seit dem Jahre 1996 steht die Kulturkirche St. Jakobi, die über 40 Jahre u.a. als Baustofflager gedient hatte, den Stralsundern und ihren Gästen wieder offen. Die Kulturkirche hat sich seit dieser Zeit kontinuierlich zu einem regionalen Anziehungspunkt mit besonderen Erlebnissen für Künstler und Besucher entwickelt.
Die Stiftung Kulturkirche übertrug im Jahre 2003 die Betreibung an das Kreisdiakonische Werk Stralsund e.V., das hier ein einzigartiges Projekt der Kulturarbeit im Schnittpunkt von Sozialarbeit, Integration und Ökonomie entstehen ließ.
Besichtigungen für interessierte Besucher der Weltkulturerbestadt Stralsund sind genauso möglich wie eine Vermietung für Hochzeiten, Banketts, Messen oder Empfänge aller Art. Sprechen Sie uns an.
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HUNDERTWASSER - DAS GRAFISCHE WERK.
ORIGINALGRAFIKEN UNIKATE PLAKATE OBJEKTE
Von April bis Oktober 2009 und in den daruf folgenden Jahren zeigt das Kreisdiakonische Werk Stralsund e.V. (KDW) als Betreiber der Kulturkirche St. Jakobi in Kooperation mit der RUFUS art GmbH die Ausstellung „Hundertwasser zu St. Jakobi“. Der Oberbürgermeister der Hansestadt Stralsund Dr. Alexander Badrow ist Schirmherr dieser Schau. Er nennt sie ein "phantastisches Projekt" und "weiteren Baustein in dieser Stadt , um Touristen zu begeistern". Die Präsentation zeigt mit über 100 Objekten das grafische Werk Friedensreich Hundertwassers (1928-2000).
Dabei konzentriert sie sich nicht nur auf Grafiken, Plakate, Fotos und textile Objekte, sondern vermittelt Hundertwassers Wirken zum anderen Leben in einer industrialisierten Gesellschaft, sein Denken zum Erhalt der Schöpfung und zur menschlichen Existenz in der Spannung zwischen Vergehen und Beginnen. Mit sparsamen Texten werden seine Ideen in Bezug gesetzt zu lebensweltlichen und kulturellen Praktiken, die Hundertwasser als einen Vordenker ökologischer und humanistischer Kritik an modernen Lebensweisen beschreiben.
Besuchen können Sie die Ausstellung in der Kulturkirche St.Jakobi zu Stralsund täglich in der Zeit von 10:00 bis 18:00 Uhr. Weitere Informationen finden Sie unter der Adresse: www.hundertwasser-in-stralsund.de oder unter der Telefonnummer: 0 38 31 - 30 96 96
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